
Wie faszinierend, wenn die Tautropfen in der Morgensonne glitzern. Besonders jetzt im Herbst sieht man dieses Phänomen häufig. Der Tau entsteht, wenn sich in den frühen Morgenstunden die Luft nahe am Boden so stark abkühlt, dass sie den sogenannten Taupunkt erreicht oder unterschreitet. Dann kann die Luft den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr vollständig aufnehmen – dieser kondensiert an kühlen Oberflächen wie Pflanzen, Grashalmen oder Spinnennetzen zu kleinen, kugelförmigen Wassertropfen, auch Tauperlen genannt. Besonders typisch ist die Tautropfenbildung bei windstillem, klarem Wetter, weil die nächtliche Wärmeabstrahlung dann am stärksten wirkt und für maximale Abkühlung sorgt. Neben ihrer ästhetischen Schönheit auf Gräsern, Blättern und Spinnennetzen gelten Tautropfen auch als Symbol für die Vergänglichkeit und Schönheit des Lebens. Mit Tau benetzte Insekten lassen sich in frühen Morgenstunden besonders gut beobachten, da sie sich dann noch nicht bewegen können, beispielsweise Schmetterlinge.
