
Freuen Sie sich über die kleine Primel (Primula) zwischen den Pflasterfugen oder erregt der bunte Farbklecks Ihren Ärger? Dann hilft nur der gute, alte Fugenkratzer, denn die chemische Keule ist hier nicht erlaubt.
Die meisten chemischen Unkrautvernichter schädigen alle Pflanzen, weil sie grundlegende Stoffwechselprozesse in allen grünen Pflanzenzellen blockieren. Totalherbizide wie Glyphosat werden über Blätter aufgenommen, in die ganze Pflanze verlagert blockieren sie den Stoffwechselweg. Dadurch kommt es schließlich zum Absterben der Pflanze, so auch der Primel. Jede sichtbare Benetzung von deren Blätter mit einer gebrauchsfertigen Glyphosat‑Spritzbrühe kann letztlich zum Absterben führen.
Statt gegen Ihre pflanzlichen Gartenfreunde vorgehen, probieren Sie es in diesem Jahr aus, wie lebendig Ihre Wege, Einfahrten und Flächen mit Bewuchs werden. Nicht nur die Primeln werden Ihnen Ihre bewusste Unterlassung danken, auch Sie selbst profitieren von Ihrer verringerten Vergiftung des Grundwassers.
Übrigens: Die Pflanzenschutzanwendungs-Verordnung verbietet Glyphosat in Deutschland seit 2024 in Haus- und Kleingärten, ebenso die Anwendung von Herbiziden auf befestigten Flächen.
