
Die Erdkröte (Bufo bufo) führt ein Leben zwischen gemütlichem Gartenbewohner und nächtlichem Insektenjäger. Tagsüber verbringt sie die meiste Zeit versteckt unter Laub, Steinen oder in selbstgebuddelten kleinen Mulden. Nachts wird die Erdkröte aktiv. Mit ihren relativ kurzen Beinen ist sie kein großer Springer wie ein Frosch, sondern eher ein gemütlicher Spaziergänger. Dafür hat sie eine beeindruckende Spezialfähigkeit: eine extrem klebrige Zunge. Sobald ein Insekt vorbeikommt, schießt die Zunge blitzschnell heraus, und zack – Abendessen erledigt. Auf dem Speiseplan stehen Käfer, Schnecken, Würmer und andere kleine Wirbellose. Für Gärtner ist die Erdkröte deshalb ein echter Held im Hintergrund.
Zur Verteidigung besitzt die Erdkröte hinter ihren Augen sogenannte Parotiddrüsen, die ein milchig-weißes, bitter schmeckendes Hautgift (Bufotoxin) absondern, das die Kröte vor Fressfeinden schützt. Für Menschen ist es in der Regel harmlos, lediglich beim Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten kann es Reizungen und Brennen verursachen. Deshalb die Hände nach dem Kontakt mit Erdkröten gründlich waschen.
