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Graureiher

Foto: Peter Liebthal
Foto: Peter Liebthal

Graureiher (Ardea cinerea) haben sich gut an menschliche Landschaften wie Parks, Teiche und Stadtflüsse angepasst. Sie wirken zwar wie nachdenkliche Vögel mit sehr langen Beinen, sind aber in Wirklichkeit geduldige Präzisionsjäger mit erstaunlicher Anpassungsfähigkeit. Das stundenlange regungslose Stehen im flachen Wasser ist hochpräzise Jagdstrategie: Mit einer blitzschnellen Schnabelbewegung kann der Graureiher innerhalb von Millisekunden nach Fischen, Fröschen oder sogar unvorsichtigen Mäusen schnappen. Er nutzt dabei sein ausgezeichnetes räumliches Sehen und führt eine extrem schnelle Nackenbewegung aus, um seine Beute mit seinem dolchartigen Schnabel zu erwischen.

Während er beim Jagen eher der einsame Typ ist, brüten Graureiher gern in großen Kolonien, sogenannten Reiherkolonien oder „Reiherhorsten“, oft hoch oben in Bäumen. Dort geht es weniger ruhig zu.