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Mauerbiene

Foto: Uwe Schmietainski
Foto: Uwe Schmietainski

Mauerbienen (Osmia) sind solitär lebende Wildbienen und unterscheiden sich deutlich von den Honigbienen. Jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest. Sie produzieren keinen Honig, legen nur Pollen‑ und Nektarvorräte für jede einzelne Brutzelle an. Da sie bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen sowie bei kühlem, bewölktem Wetter fliegen und ihre Bestäubungsleistung sehr effizient ist, spielen Mauerbienen eine zentrale Rolle in der Bestäubung von Obst‑ und Beerenkulturen. In Japan und anderen Ländern werden bestimmte Mauerbienen‑Arten seit Jahrzehnten gezielt im Obstanbau eingesetzt.

Die Mauerbienen sind an offene, strukturreiche Landschaften und Siedlungsbereiche angepasst und nutzen vom Menschen geschaffene Nistmöglichkeiten (Ziegelritzen, Insektenhotels) erfolgreich. Gleichzeitig sind Mauerbienen wichtige Indikatoren für naturnahe Strukturen in Siedlungen und Landschaften – wo sie reichlich vorkommen, profitieren meist auch viele andere Wildbienen‑ und Insektenarten.