
Magnolien (Magnolia) gehören zu einer sehr alten Linie der Blütenpflanzen, die bereits vor über 100 Millionen Jahren existierte. Ursprünglich in Ostasien sowie in Nord- und Mittelamerika verbreitet, zeigen Fossilfunde aus Mitteleuropa ebenfalls Magnolien, die jedoch in den Eiszeiten wieder verschwanden. Der französische Botaniker Charles Plumier fand Magnolien in Amerika und benannte die Gattung zu Ehren des französischen Botanikers Pierre Magnol – daher der Name „Magnolie“. 1755 wurden Magnoliensträucher in den königlichen Gärten von Paris gepflanzt. In dieser Zeit verbreiteten sie sich in europäischen Gärten.
Heute werden den Magnolien unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben. Reinheit und Unschuld, weil viele Sorten in zarten Weiß- und Rosatönen blühen. Würde, Anmut und elegante Weiblichkeit, da die großen, perfekten Blüten edel und zugleich schlicht wirken. Beständigkeit und innere Stärke, da die Bäume sehr alt werden und trotz zarter Blüten robust sind. Leider kann – wie in diesem Jahr — eine frostige Nacht die ganze Blütenpracht zunichte machen.
