
Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) bevorzugt kalkhaltige, lehmige Böden an halbschattigen bis schattigen Standorten in lichten Laub- und Mischwäldern. Während die blauen Blütenblätter radförmig angeordnet sind, erinnern die dreilappigen Blätter an die Form der menschlichen Leber. Weiterhin wurde die oft leberbräunliche bis violett angehauchte Blattunterseite in der mittelalterlichen Signaturen-Lehre als Hinweis gedeutet, dass die Pflanze bei Leberleiden helfe. Entsprechend wurde sie in der Volksmedizin eingesetzt, meist als Tee oder äußerliche Auflage. Wegen ihres Gehalts an Protoanemonin gilt sie jedoch als leicht giftig, weshalb heute fertige Präparate oder homöopathische Zubereitungen empfohlen werden und vom Selbstexperiment mit frischem Kraut abgeraten wird.
Das Leberblümchen wurde in Deutschland zur „Blume des Jahres 2013“ gewählt. Die Pflanze steht in vielen Regionen unter Schutz, weil ihre Bestände durch Waldnutzung und Sammlerleidenschaft zurückgegangen sind.
